Jahresrückblick 2025:

Vom Schweigen zum Leuchten

 

Es hat lange gedauert, bis ich dieses Jahr greifen konnte. 2025 entzog sich jeder schnellen Bewertung. In diesem Jahrsrückblick erhältst Du einen sehr persönlichen Einblick in meine Entwicklung, beruflich und privat. Es war kein Jahr, das sich sauber in Zahlen, Meilensteinen oder klassischen Erfolgsmarkern erzählen ließ. Und alles begann ziemlich katastrophal mit einem Totalausfall meiner Gesundheit. Nach 10 Jahren Selbständigkeit als HSP Coach hatte ich schon einiges erlebt, wie auch einen Fußbruch 2018, doch dieses Mal sollte meine Stimme versagen.

Heute, mit etwas Abstand, zeigt sich ein roter Faden: Wandlung in Etappen. Ein Jahr, das mit dem Verlust meiner Stimme begann und mit einer neuen Form von Sichtbarkeit endete. Eine Kehlkopfentzündung bremste mich gleich im Januar 2025 für mehrere Monate aus. Ein roter Alarm für jeden, der mit seiner Stimme als Berater, Coach oder Content Creator arbietet. Doch warum hat es mir die Stimme verschlagen?

Was dieses Jahr für mich wirklich war, zeigt sich erst beim genaueren Hinsehen.

 

Wenn die Stimme versagt

Kaum hatte 2025 begonnen, erkrankte ich im Januar über Nacht, ausgelöst durch eine starke Nahrungsmittelunverträglichkeit, an einer Halsentzündung, die sich rasch zu einer Bronchitis mit Kehlkopfentzündung ausweitete. Was zunächst nach einer vorübergehenden Schwächung aussah, entwickelte sich zu einer monatelangen Einschränkung, die meine Arbeit tiefgreifend veränderte. Sprechen fiel schwer, teilweise war es kaum möglich. Energie, Konzentration und Belastbarkeit waren deutlich reduziert.

Ausgerechnet in dieser Zeit hatte ich meine DIVA-Frauengruppe gestartet, ein Raum für Ausdruck, Würde und innere Aufrichtung und parallel lief meine Ausbildung zum Sensitive Soul Coach weiter. Beides trug mich innerlich, verlangte mir aber gleichzeitig eine neue Form von Präsenz ab. Ich konnte nicht mehr „funktionieren“, nicht mehr spontan reagieren, nicht mehr einfach weitermachen wie gewohnt. Ein geplantes Seminar musste ich absagen. Videoaufnahmen für Youtube, die sonst selbstverständlich zu meinem Alltag gehörten, waren plötzlich nicht mehr möglich.

Diese Phase konfrontierte mich mit einer unangenehmen Erfahrung: Ich musste langsamer werden, mich zurücknehmen, Entscheidungen vertagen. Mein Scannergehirn drehte durch. Meine gewohnte Produktivität brach über Nacht zusammen.  Rückblickend war es eine Zeit, in der vieles, was sonst über Stimme, Tempo und Sichtbarkeit lief, nach innen verlagert wurde. Prozesse, die sonst im Tun stattfinden, verlagerten sich ins Lauschen, Beobachten und Neuordnen. Ich hatte Angst, dass meine Stimme nie mehr zurück kommen würde, wie ich sie kannte und besuchte sogar im Sommer Monate lang eine Logopädin für meine Stimmrehabilitation.

Was sich damals wie ein massiver Einschnitt anfühlte, entpuppte sich später als der Anfang eines tieferen Wandlungsprozesses.

Von Beziehungsthemen zu Archetypen

In diese Phase fiel auch etwas anderes: Im Dezember 2024 erschien mein Buch Seelenpartner oder toxische Beziehung?.
Ein Buch, das meine Arbeit im Coaching in den letzten 5 Jahren mit so vielen Frauen aus toxischen Beziehungen in eine Form brachte, die extrem viel Klarheit für die hochsensiblen Leserinnen bringt.

Es war inhaltlich rund, stimmig, abgeschlossen. Und gleichzeitig spürte ich danach etwas Unerwartetes: eine Müdigkeit gegenüber den Themen, die mich so lange beschäftigt hatten. Ich hatte genug davon, es war alles gesagt.

Hinzu kam mein eigenes Scanner-Gehirn: In dieser Zeit arbeitete ich mich parallel durch so viele Themen, Perspektiven und Ebenen, dass selbst der YouTube-Algorithmus den roten Faden verlor. Videos zu Hochsensibilität, Beziehung, Spiritualität, Narzissmus, Frauenkraft: alles hatte seine Berechtigung, aber nichts ließ sich mehr eindeutig einordnen. Rückblickend war das kein strategisches Problem, sondern ein Zeichen innerer Übergänge. Mein Denken war weiter als jede klare Schublade.

Instinktiv wandte ich mich etwas anderem zu: den Archetypen. Und damit auch der Arbeit von Carl Gustav Jung. Mich interessierte weniger das Konzept an sich, sondern die Frage: Wie wirken Archetypen konkret im Leben von Frauen? Wie helfen sie, innere Wandlungsphasen zu verstehen, ohne sie zu pathologisieren?

Ich begann, intensiver mit Märchen, Symbolen und inneren Bildern zu arbeiten. Diese verwendete ich vor allem in meiner Frauenjahresgruppe, auf die ich mich immer sehr freute. Ich vertiefte mich in Märchen, wie Dornröschen und die 13. Fee als Bild für die verbannten weiblichen, machtvollen Kräfte in unserer Gesellschaft. Die Amazonen als Archetyp weiblicher Selbstermächtigung und archetypischer Wildheit. Frau Holle als Hüterin der Übergänge und Sinnbild der matriarchalen Göttinnenfiguren unserer Vorfahren.

Aus dieser Arbeit formte sich nach und nach etwas Eigenes: zwölf Archetypen für Künstlerinnen. Diese Archetypen riefen in mir extreme Neugierde aus und den Impuls, einen Test zu entwicklen, Videos und Kunstobjekte dazu zu gestalten.

Was damals begann, war weniger ein neues Projekt als eine innere Neuorientierung. 
Und sie veränderte leise, aber konsequent, alles, was danach kam.

Sichtbarkeit, Seele, Nische oder Evolution?

Je tiefer ich mich mit Archetypen beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, dass mein Verhältnis zur Sichtbarkeit nicht mehr stimmig war. Nicht im Sinne von Reichweite oder Strategie, sondern im Sinne von innerer Ausrichtung. Ich konnte nicht mehr sprechen, bevor ich wusste, woraus ich sprach.

Über 14 Jahre hatte ich über 570 Videos für YouTube produziert, die hilfreich, fundiert und für meine hochsensible Zielgruppe relevant waren. Und doch merkte ich, dass ich mich zunehmend in einer stillen Anpassung befand: Themen wurden gewählt, Formate bedient, Erwartungen erfüllt. Einfach aus Gewohnheit. Der Algorithmus wurde zu einem unsichtbaren Taktgeber und meine eigene innere Stimme begann, leiser zu werden.

Mit der Arbeit an den Archetypen veränderte sich etwas Grundlegendes. Sie konfrontierte mich mit der Frage, wer bin ich und wenn ja, wieviele? Scherz beiseite, aber als hochsensible Scannerpersönlichkeit habe ich viele Facetten und besonders meine kreativen Anteile waren mit dem Lable „hochsensibel“ gelangweilt und fühlten sich nicht gesehen.

Je klarer mein kreatives Wesen wurde, desto weniger konnte ich Inhalte produzieren, die nur auf Funktion oder Wiedererkennbarkeit zur Hochsensibilität ausgerichtet waren. Doch das bestraft der Algorhythmus. Social Media will, dass wir Nischen bedienen. 

Ich spürte den starken Wunsch, auszubrechen. Weg von der reinen Bedienung des Algorithmus, hin zu einer Sichtbarkeit, die wieder aus innerer Wahrheit entsteht. Das bedeutete auch, Themen zuzulassen, die sich nicht sofort einordnen lassen. Gedankenräume zu öffnen, statt sie schnell zu verwerten. Und der eigenen Wahrnehmung mehr Gewicht zu geben als externen Signalen.

Diese innere Verschiebung war unbequem. Sie verlangte Geduld, Vertrauen und die Bereitschaft, kurzfristige Unklarheit auszuhalten. Doch sie war notwendig. Denn erst in dem Moment, in dem ich mir erlaubte, meine eigene Stimme wieder ernst zu nehmen, begann sich eine neue Form von Sichtbarkeit abzuzeichnen: leiser, tiefer, aber deutlich wahrhaftiger.

Aus dieser Haltung heraus entstanden später neue Räume. Ich hatte beretis 2024 begonnen, einen englischen Youtube Kanal zu starten. Dort wollte ich eine Schutzzone für diese neue Ich errichten. Und dafür baue ich gerade eine neue Welt auf, ein neues Branding mit einem Künstlernamen: Arienh The Fairy Muse. Dazu gibt es mittlerweile auch einen deutschen Youtube Kanal.

Persönliche Marke statt Nische

Mit all diesen inneren und äußeren Bewegungen wurde mir etwas Entscheidendes klar: Ich war nicht mehr auf dem Weg, ein weiteres Angebot zu optimieren oder eine Nische feiner zu justieren. Ich entwickelte mich zu einer persönlichen Marke, die sich nicht über ein einzelnes Thema definieren lässt, sondern über Haltung, Tiefe und Ausdruck.

Genau hier begann eine neue Herausforderung. In dieser Übergangsphase suchte ich auch im Business-Kontext nach Begleitung, nach Orientierung, nach einer Sprache für das, was sich da formte. Doch die Unterstützung, die ich fand, blieb oft an der Oberfläche. Ich fühlte mich unverstanden und demotiviert. Viele Konzepte waren darauf ausgelegt, Menschen schneller sichtbarer zu machen, klarer zu positionieren oder besser zu skalieren. Für klassische Nischen funktioniert das gut. Für einen Weg, der sich aus Identität, Verkörperung und innerer Reife heraus entwickelt, kaum.

Ich merkte: Mein Prozess ließ sich nicht in vorgefertigte Modelle pressen. Ich war nicht dabei, ein Thema zuzuspitzen, sondern ein Ganzes zu verkörpern. Meine Arbeit verband Psychologie, Archetypen, Kreativität, Körper, Stimme, Bild und Präsenz. Sie war nicht additiv, sondern integrativ. Und genau das machte sie schwer erklärbar und gleichzeitig unverwechselbar.

Diese Erkenntnis war erschütternd, beängstigend und befreiend zugleich. Es machte mir Angst, weil ich akzeptieren musste, dass es für diesen Weg wenig fertige Landkarten gibt. Befreiend, weil mir klar wurde, dass ich nicht falsch lag, sondern eine neue Entwicklungsstufe erreicht hatte, die sich nach außen hin jedoch als Chaos zeigte. Ich musste nicht besser funktionieren, sondern mir erlauben, größer zu denken.

Was hier entstand, war kein Bruch mit meiner bisherigen Arbeit. Es war ihre Reifung in eine höhere Form. 

Klangmassage Seminare

Im Sommer 2025 nahm ich die Arbeit mit Klangschalen wieder auf. Diese Seminare hatten mehrere Jahre pausiert. Zunächst durch die Lockdowns während der Corona-Zeit, später auch durch die Erkrankung meines Mannes. Hinzu kam schließlich meine eigene gesundheitliche Krise zu Beginn des Jahres 2025, die Präsenzarbeit erneut unmöglich machte.

Als sich mein Gesundheitszustand stabilisierte, entschied ich mich bewusst, diese Arbeit wieder aufzunehmen. Nicht als neues Projekt, sondern als Rückkehr zu einer Praxis, die mich über viele Jahre begleitet hatte. Die Klangschalen-Seminare waren immer ein wunderbarer Bestandteil unserer Selbständigkeit.

Nach den intensiven Monaten innerer Neuordnung wurde mir deutlich, dass nicht alles weiter analysiert oder in Konzepte übersetzt werden musste. Für mich markierte diese Rückkehr keinen Neubeginn, sondern eine Fortsetzung nach einer langen Unterbrechung.

Frida Kahlo Fotoshooting Sylvia Harke

Frida Kahlo Fotoshooting

Im Juni 2025 begann ein sehr persönliches Projekt: ein Selbstporträt, inspiriert von der Bildwelt von Frida Kahlo. Es war kein klassisches Fotoshooting mit einer Fotografin, sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit Bild, Identität und Sichtbarkeit: allein vor der Kamera. Ich sehe mein Gesicht da noch immer nicht ganz gesund.

Gerade das machte es herausfordernd. Ich bin blond, äußerlich kaum mit Frida Kahlo zu verwechseln, und spürte deutlich die innere Reibung: Darf ich mich auf diese Bildwelt einlassen, obwohl ich ihr äußerlich nicht entspreche? Die Pfingstrosen im Haar waren kein Kostüm, sondern ein Versuch, Haltung sichtbar zu machen und es war eine große Freude, diese Naturblumen im Haar zu tragen. Es ging nicht darum, Frida Kahlo nachzustellen, sondern den Mut zu prüfen, eine starke, eigenwillige Bildsprache zuzulassen, ohne sich dahinter zu verstecken.

Das Selbstporträt verlangte Präsenz, Entscheidung und eine gewisse Unbequemlichkeit. Keine fremde Regie, kein Ausweichen. Ich musste mich festlegen: Wie will ich im Bild stehen? Was lasse ich zu? Was halte ich aus? Gerade weil ich mir äußerlich so „unähnlich“ war, wurde der Prozess ehrlich. Das Bild entstand nicht aus Wiedererkennung, sondern aus innerer Haltung.

Diese Erfahrung hat mir sehr klar gezeigt, welches Potenzial in Bildarbeit liegt, wenn sie nicht auf Ästhetik oder Markenwirkung reduziert wird. Ein Bild kann eine innere Position sichtbar machen – auch dann, wenn es irritiert oder Erwartungen bricht.

Frida Kahlo Foto Shooting Seminar 2026

Aus genau diesem Grund entstand die Idee, diese Form der identitätsorientierten Bildarbeit 2026 in einem kleinen Gruppenrahmen anzubieten: als Prozess, der Vorbereitung, innere Klärung und Bild verbindet gemeinsam mit der Fotografin Claudia Thoma aus Waldkirch. Falls Du an diesem exklusiven Fotoshooting in einer Kleingruppe dabei sein willst, schreib mir. Ich werde es in ein Seminar kleiden, in dem wir erst ins Frida Kahlo Museum nach Baden-Baden fahren und am nächsten Tag das Shooting machen mit Profi Stylistin und iconic Fotos. 

Aiming High live in Berlin

Nach Berlin zu einem Live Event zu fahren, war für mich kein selbstverständlicher Schritt. Doch ich wusste genau, was ich dort wollte. Als hochsensible Frau, die viele Jahre mit Werten wie Bescheidenheit, Dienen und Helfen sozialisiert war, bedeutete diese Reise innere Reibung. Große Bühnen, viel Sichtbarkeit, starke Bilder: all das stand lange im Widerspruch zu dem, was ich für „angemessen“ oder „stimmig“ hielt. Ich wollte aus diesem geistigen Korsett ausbrechen.

Ein Teil von mir kannte diese alten inneren Sätze gut: Mach dich nicht zu wichtig. Bleib im Hintergrund. Deine Arbeit soll für sich sprechen. Gerade für hochsensible Frauen sind diese Haltungen oft tief verankert durch eine unnötige Bescheidenheit und dem Wunsch, mit Authentizität und Verletzlichkeit meinem Publikum nahbar zu sein. Doch schon vor meiner Reise nach Berlin wurde mir schmerzhaft klar, dass diese Werte mich inzwischen auch begrenzten.

Auf der Autofahrt sagte ich zu meinem Mann: Da muss schon eine Bombe fallen, dass ich nicht nach Berlin fahre. 

Bei Aiming High Live wurde Sichtbarkeit bewusst im Zeichen von Luxus Marketing inszeniert. Etwas, das ich noch ein Jahr vorher überhaupt nicht verstand. Brandingfotos wurden dort nicht als hübsche Bilder verstanden, sondern als klare Botschaften: Bilder, die zeigen, wer du bist, bevor du ein Wort sagst. Genau das hat mich innerlich herausgefordert. Denn es berührte einen Punkt, an dem ich lange gezögert hatte:

  • Darf ich bold sichtbar sein, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen?
  • Kann ich mich als Luxusmarke positionieren, ohne die Bodenhaftung zu verlieren?
  • Werde ich zu einer angeberischen Tussi, wenn ich mich so darstelle oder komme ich meine wahre Größe?

Die Veranstaltung war mitten in Berlin am Alexanderplatz und ich hatte riesige Angst, dass ich das wegen dem Stress in der Großstadt nicht aushalte. Aber es funktionierte alles wie am Schnürchen.

Was mich in Berlin am meisten bewegte, war nicht der äußere Glanz, sondern die Spannung im Raum. Frauen, die ihr Leuchten nicht mehr kleinreden. Frauen, die sich gegenseitig in die Sichtbarkeit bejubelten, statt sich gegenseitig kleinzumachen. Es war eine bewusste Konfrontation mit alten inneren Loyalitäten und mit der Frage, ob Bescheidenheit wirklich bedeutet, sich klein zu halten. Das Event war für mich in vielerlei Hinsicht eine Ermutigung und Erweiterung meines inneren Weges. Ich kaufte mir extra ein Glitzerkleid in Türkis und fühlte mich pudelwohl darin. 

Bei aller inneren Reibung war es mir eine aufrichtige Freude, in Berlin so viele starke, eigenständige Frauen zu erleben. Frauen, die sehr unterschiedliche Wege gehen – und sich doch in einem Punkt treffen: im Mut, sich zu zeigen. Besonders berührt haben mich die Begegnungen mit Carry Raymakers, deren Präsenz und Klarheit auf der Bühne spürbar waren, mit Sarah Bakker, die eindrücklich vermittelte, warum Brandingfotos mehr sind als Bilder, nämlich visuelle Statements, die Haltung transportieren. Auch der Austausch mit Lena Gys, deren Arbeit ebenfalls von den Musen inspiriert ist, fühlte sich sehr verbunden an, ebenso wie die Begegnung mit Anni Ngocan Cao, mit der sich im Nachklang von Aiming High ein intensiver kreativer Moment in Sanssouci ergab.

Diese Frauen, und viele andere, haben den Raum geprägt: durch Ästhetik, Feingefühl, Klarheit und gegenseitige Ermutigung. Es war ein Feld von „Iconic Women“, in dem nicht Konkurrenz, sondern Resonanz spürbar war. Möglich wurde dieses Zusammenkommen durch die mutige Ramona Oxenbauer, die diesen Raum für uns alle eröffnet hat.

In diesem Kontext erhielt ich überraschend den 1-Million-Euro-Umsatz-Award (als eine von 2 Frauen). Ich zitterte auf der Bühne, obwohl ich keine Angst hatte. Ich war erfreut und nachdenklich zugleich, denn ich war ja schon 10 Jahre als Coach selbständig.

Ich spürte, dass ich es satt hatte, immer nur allein vor der Kamera in meinen Youtube Videos zu stehen und nahm mir fest vor, 2026 wieder mehr live vor Ort Veranstaltungen zu besuchen und zu kreieren.

Besonders eindrücklich war für mich der Moment nach dem Event, in den Gärten von Sanssouci. Dort, zwischen barocker Architektur und der Energie der vergangenen Tage, wurde mir klar, wie sehr sich meine Definition von Fülle verschoben hatte. Nicht hin zu mehr Außenwirkung um jeden Preis, sondern hin zu einer verkörperten Präsenz, die sich nicht mehr entschuldigt.

Berlin war für mich kein Ziel und kein Triumph. Es war eine Reibungsfläche. Eine Provokation meiner alten Werte und gleichzeitig eine Einladung, sie neu zu justieren. Nicht weg vom Dienen, sondern hin zu einer Form von Sichtbarkeit, die andere Frauen ermutigt, ihre eigene Bühne zu betreten.

Die Creative Legacy Show

Im August, während der 10K Challenge von Graham Cochran, verdichtete sich für mich eine Frage, die mich schon länger begleitete: Wie kreiere ich ein völlig neues Hochpreisangebot?

Aus dieser Frage entstand die Idee zur Creative Legacy Show. Nicht als klassisches Coaching-Programm, nicht als Retreat, nicht als Filmprojekt, sondern als Verbindung all dessen. Mir wurde klar, dass ich Frauen nicht länger nur dabei begleiten möchte, ihre emotionalen Vereltzungen zu heilen. Ich wollte einen Raum schaffen, in dem ihre kreative Entwicklung selbst sichtbar wir über Zeit, über Brüche, über Reifung hinweg.

Die Creative Legacy Show ist deshalb als dokumentarische Coaching- und Transformationsserie gedacht, die über sechs oder zwölf Monate läuft. Ich werde in der Pilotphase mit Tagesformaten starten. Die eigene Heldenreise wird erzählt. Genau das macht sie unvergesslich.

Im Zentrum steht die Entwicklung einer archetypischen Signature-Story. Aus der persönlichen Geschichte der Teilnehmerin formt sich eine übergeordnete Erzählung: filmisch inszeniert, wiedererkennbar, tragfähig.

Ein weiterer Kern der Idee ist die kollektive Strahlkraft. Die Creative Legacy Show ist kein Einzelkampf. Sie funktioniert als kreatives Ensemble, in dem Frauen sich gegenseitig inspirieren, verstärken und spiegeln. Statt Konkurrenz entsteht ein Resonanzfeld, das jede Einzelne größer macht.

Meine Rolle in diesem Format ist die der Begleiterin und Moderatorin: Arienh The Fairy Muse. Ich verbinde darin meine Arbeit als Diplom-Psychologin, Autorin, Coach und kreative Mentorin. Archetypische Inszenierung spielt dabei eine zentrale Rolle: Die Teilnehmerinnen gewinnen Klarheit über ihren Marken-Archetypen und entwickeln daraus ihre Angebote, Kunstwerke, Seminare und Ausdrucksformen.

Ergänzt wird dieser Prozess durch exklusive Vor-Ort-Retreats. Drei Mal im Jahr entstehen Räume für Intensität, kreative Rituale und bewusste Inszenierung. Dort werden nicht nur innere Prozesse vertieft, sondern auch ikonische Bild- und Videoaufnahmen geschaffen, die langfristig genutzt werden können.

Am Ende steht kein „fertiges Branding“, sondern etwas Größeres: ein Legacy Master Piece. Eine Marke, die über einzelne Kampagnen hinausgeht. Eine Geschichte, die Menschen bewegt, erinnert und mitträgt.

Die Creative Legacy Show richtet sich nicht an jede Frau. Sie ist bewusst exklusiv gedacht: für visionäre Frauen, die bereits erste Erfolge mit ihrer Kunst, ihrem Business oder ihrem Content erreicht haben und bereit sind, ihre Transformation öffentlich zu dokumentieren. Für Frauen, die eigenständig arbeiten können, aber den Wert einer kreativen Gemeinschaft schätzen. Und für jene, die spüren, dass es Zeit ist, sich nicht länger zu verstecken, sondern ihre Arbeit professionell und würdevoll zu inszenieren.

Rückblickend fügt sich dieses Format nahtlos in das Jahr 2025 ein. Nach der Phase der Stille, der Archetypenarbeit, der Rückkehr in den Körper, der Konfrontation mit Sichtbarkeit und alten Werten war die Creative Legacy Show kein Sprung, sondern der nächste Quanten-Schritt. Eine Form, in der all das, was sich entwickelt hat, zusammenfinden durfte.

Vom Halten zum Gestalten

Es gab noch einen weiteren Grund für diese Neuausrichtung, den ich lange nur innerlich bewegt habe. Über viele Jahre habe ich Räume für Frauen gehalten, die sich in intensiven inneren Prozessen befanden: häufig ausgelöst durch schwierige Beziehungserfahrungen. Diese Arbeit war und ist bedeutsam. Sie verlangt Schutz, Zeit und einen sehr langsamen Rhythmus.

Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass diese Form der Begleitung meine gesamte Arbeit geprägt hat. Ein Feld, das vor allem aus emotionaler Heilungsarbeit entsteht, folgt anderen Gesetzmäßigkeiten als ein Feld, in dem Kreativität, Sichtbarkeit und gemeinsames Erschaffen möglich sind.

Ich begann zu spüren, dass ich meine Arbeit erweitern möchte. Ich spüre den starken Wunsch in mir, kreative Prozesse sichtbar zu machen. Ich möchte mit Frauen zusammenarbeiten, die den Impuls haben, ihre eigene Kreativität in die Welt zu bringen. Durch meinen eigenen Selbstheilungsprozess haben sich immer mehr von meinen kreativen, mutigen und witzigen Persönlichkeitsanteilen gezeigt, die neue Herausforderungen suchen.

Mir ist wichtig, das klar zu benennen:
Es wird weiterhin geschützte Räume in meiner Arbeit geben. Räume, in denen nichts inszeniert werden muss. Räume für Frauen, die heilen, in denen ich weiterhin mit den Archetypen und Märchen Selbstheilungsprozesse anleiten werde. Räume, in denen niemand vor einer Kamera stehen muss, um wertvoll zu sein. Empathie, Langsamkeit und innere Sicherheit behalten hier ihren Platz.

Gleichzeitig entsteht etwas Neues.
Die neuen Formate, von denen ich hier schreibe, richten sich an Frauen, die den Impuls spüren, sich zu zeigen und etwas zu gestalten. Diese Räume ersetzen die Arbeit mit inneren Prozessen nicht. Sie kommen hinzu. Sie folgen einer anderen Logik, einer anderen Phase und erlauben mir, meiner inneren Lebendigkeit und Freude zu folgen, die sich in solchen kreativen Formaten manifestieren werden. Ich erlaube mir damit, aus meiner Helferrolle herauszuwachsen und mich selbst sowohl beruflich als auch persönlich neu zu entdecken und zu entwickeln.

Nicht jede Frau ist an einem Punkt der Sichtbarkeit.
Und nicht jede Entwicklung will nach außen.
Beides ist richtig. Beides hat Würde.

Die Creative Legacy Show ist aus meinem Wunsch nach kreativer Wirksamkeit heraus entstanden. Sie ist kein Ersatz für die geschützten Räume meiner Arbeit, sondern eine Ergänzung. Sie richtet sich an Frauen in einer anderen Lebensphase. Die Creative Legacy Show ist vor diesem Hintergrund ein Experimentierraum für eine ganz kleine Gruppe von Frauen, die sich trauen, dieses Abenteuer mit mir zu gehen.

Sacred Visibility Summer School 

Ende August bis Ende September 2025 habe ich erstmals mit Vanessa Guerrero aus Spanien die „Sacred Visibility Summer School“ gestartet. Vanessa kenne ich schon viele Jahre und sie hat mir früher bei der Entwicklung von Grafiken & Landingpages geholfen und auch mein wundervolles Logo mit der Lotusblüte gestaltet. Gemeinsam haben wir hochsensiblen Frauen geholfen, mit ihrem eigenen Projekt in die Sichtbarkeit zu kommen.

Dabei waren u.a.: eine Archtiektin und Feng Shui Expertin, eine Hörbuchsprecherin, eine Psychologin und Therapeutin, eine Apothekerin, eine Frau, die ein Kreativatelier aufbauen will und eine Teilnehmerin, die ein eigenes Buch schreiben will, nachdem sie sich von einer Gesundheitskrise erholt hatte. Die verschiedenen Geschichten und berulichen Hintergründe haben sich sehr beflügelt. Gemeinam haben wir Mindmaps gestaltet mit den Talenten der Frauen. Dies war enorm hilfreich, da viele von ihnen mulitbegabte Scannerpersönlichkeiten sind mit vielen Ideen, Interessen und Gaben. Die Teilnehmerinnen haben ein Freebie sprudeln. Das sind echte USPs. 

Extremes Outcome: Ein Buch (schon viel mehr als ein Freebie!) ist aus der Kooperation entstanden zwischen Dr. Anne Christina Mess, Vanessa Guerrero, mir und Regina Lamperter. Es ist ein Kinderbuch über Tiertrauer mit wundervollen Illustrationen von Vanessa. Die Gruppenarbeit hat mir gezeigt, das die Synergie in kreativen Gruppen zu Quantensprüngen führt und es ist daher mein großer Wunsch, 2026 weitere Kreativgruppen zu leiten. Ich bin so dankbar und happy über diese tollen Ergebnisse.

 

 

Wofür bin ich dankbar in 2025?

2025 war kein leichtes Jahr. Aber es war eines, das mich gezwungen hat, ehrlich zu werden mit mir selbst, mit meiner Arbeit und mit den Grenzen dessen, was ich dauerhaft tragen kann. Als Hochempathin hatte ich mich sehr stark mit meiner Helferrolle identifiziert und mein innerer Künstler ist durchgebrochen, schmerzhaft aber unüberhörbar. Der Prozess hatte eigentlich schon 2023 begonnen, als eine langjährige Künstlerfreundin von mir verstorben war. Das hat sehr viel bei mir ausgelöst und ich schrieb den Blogartikel über Enya, die mich schon seit meiner Studienzeit mit ihrer Musik begleitet hat.

C.G. Jung würde sagen: Die Individuation hat stattgefunden. Das ist kein Spaziergang, sondern eine tiefe Transformation der eigenen Identität, in der ich mehr und mehr von alten Rollen loslassen konnte, die so gut eingespielt waren. Doch im Grunde genommen, ist es eine Rückkehr zu dem wahren Selbst, das schon immer da war.

Ich bin dankbar für die Phasen der Stille, die nicht freiwillig waren, aber notwendig. Für eine Stimme, die zeitweise verstummte und mir damit unmissverständlich zeigte, dass Worte nur dann Gewicht haben, wenn sie aus innerer Stimmigkeit kommen. Und natürlich bin ich dankbar für alle, die mich heilkundlich auf dem Genesungsweg begleitet haben.

Ich bin dankbar für die Frauen, die mich über viele Jahre begleitet haben und deren Vertrauen meine Arbeit geprägt hat. Ich bin dankbar für die Rückkehr zu meiner kreativen Seite: zu Bildern, Klang, Archetypen und Ausdruck. Für das Wiederentdecken von Humor, Spiel und Mut, das sich auch in meinen neuen Video zeigt, wie etwa hier in meinem Comedy Video, wo ich mich bei der Universumshotline beschwere, warum nicht alle Rauhnachtswünsche ausgeliefert wurden. Ich habe das Gefühl, noch nie so nah dran gekommen zu sein an meine innere Wahrheit und Identität als kreativer, bunter Vogel!

Und ich bin dankbar für die stabilen Konstanten in meinem Leben, dazu gehört natürlich die Beziehung zu meinem Mann Arno, mit dem ich nun 22 Jahre zusammen bin. Arno hat immer an mich geglaubt und mich in allen Buchprojekten unterstützt.

Puh, es gäbe noch so viel zu schreiben…

ein nächstes Update kommt.

herzlich

Sylvia Harke

Orientierungs-Coaching für Scannerpersönlichkeiten im Beruf (hier mehr erfahren).

Sylvia Harke

Sylvia Harke

Hallo, Du liest hier meinen Blog zum Thema Hochsensibilität. Ich arbeite seit 2015 freiberuflich als Sensitive Soul Coach, Psychologin, Buchautorin und Videokünstlerin. Mit einer selbständigen Tätigkeit verwirkliche ich meinen Traum von einem selbstbestimmten, kreativen Leben. Gleichzeitig kenne ich die Verlockungen und Herausforderungen einer kreativen Scannerpersönlichkeit  nur zu gut. Ich schreibe über Hochsensibilität, Scannerpersnölichkeiten, Sensitivität, Erfolg, Beziehungen, Talententwicklung, Kreativität, Selbstliebe und Psychologie. Mit über 550 Youtube Videos bin ich auch als Content Crator tätig und baue mir ein internationales Publikum auf. Meine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und sind bei namhaften Verlagen erschienen. 

Interessierst Du Dich für ein telefonisches oder persönliches Coaching? Dann Schau mal hier.

Hier erfährst Du mehr über mich und meinen persönlichen Weg.